Nachbarschaft

Im Süden grenzt unser Wohnprojekt an die Psychiatrische Klinik Lüneburg – ein eigener Mikrokosmos mit sehr vielen historischen Gebäuden. An der Ostseite ein Kindergarten, im Westen eine noch junge Siedlung mit Einfamilienhäusern.

Unsere Nachbarschaft ist äußerst vielfältig: eine kleine Justizvollzuganstalt gehört dazu, Landwirte, die Gemüsegenossenschaft „WirGarten“, ein Bauwagenplatz.

 

Die ersten Kontakte ergaben sich wie von selbst.

Bald nach unserem Einzug – im Herbst 2015 – wurden in einem Gebäude der psychiatrischen Landesklinik hundert Geflüchtete aus Syrien, dem Irak und Afghanistan einquartiert. Wir besuchten sie und luden sie zu uns ein.

Daraus entstand ein Nachbarschaftscafé, alle vier Wochen war unser Gemeinschaftsraum Treffpunkt.

Dort geht es seitdem um Themen, die uns alle betreffen:

Der Verkehr in unserer schmalen Straße nimmt ständig zu, damit wachsen die Gefahren für kleine und große Fußgänger und Radler.

In der Nähe soll ein neues Wohnquartier entstehen.

Der Grüngürtel schrumpft.

Darüber reden wir, beziehen Position, mischen uns ein.

Es geht um Themen, die uns alle betreffen:

Der Verkehr in unserer schmalen Straße nimmt ständig zu, damit wachsen die Gefahren für kleine und große Fußgänger und Radler.

In der Nähe soll ein neues Wohnquartier entstehen.

Der Grüngürtel schrumpft.

Darüber reden wir, beziehen Position, mischen uns ein.

Manche unserer Gartenfeste, der Lesungen und Vorträge im Gemeinschaftsraum sind offen.

Es gibt eine abendliche Reihe „LeNa im Dialog“ mit Nachbarn.

Den Anfang machte die JVA, zwei Justizvollzugbeamte und zwei Inhaftierte erzählten von ihrem Alltag.

Wir wünschen uns, dass unsere Nachbarn eigene Themen vorschlagen, die sie bewegen. 

Wir machen uns Sorgen um den Zustand des Wäldchens nebenan. Nach zwei trockenen Sommern sind viele alte Bäume gefährdet, manche sind wahre Naturdenkmäler.

Wir haben angefangen, dort Müll zu sammeln. Neulich zogen einige Erwachsene und Kinder los und kamen mit reicher Beute zurück: Plastikflaschen, alte Kleider und Schuhe, allerhand Unrat.

Wir machen uns Sorgen um den Zustand des Wäldchens nebenan. Nach zwei trockenen Sommern sind viele alte Bäume gefährdet, manche sind wahre Naturdenkmäler.

Wir haben angefangen, dort Müll zu sammeln. Neulich zogen einige Erwachsene und Kinder los und kamen mit reicher Beute zurück: Plastikflaschen, alte Kleider und Schuhe, allerhand Unrat. 

Unsere Nachbarschaft bezieht auch die Vergangenheit ein: Nur einen Steinwurf entfernt, im Haus 25 der Psychiatrischen Landesklinik, befand sich die berüchtigte „Kinderfachabteilung“ – mehr als dreihundert Kinder wurden dort zwischen 1941 und 1945 ermordet.

Eine Bewohnerin von LeNa sammelte für zwei Stolpersteine. Sie erinnern an Dieter Lorenz, einen dreijährigen Jungen, und an Heinrich Biester, die der „Euthanasie“ zum Opfer fielen.

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Lebendige Nachbarschaft - LeNa

generationsübergreifend - gemeinschaftlich - selbstbestimmt