Kategorie-Archiv: Rechtsform

Die LeNa-Genossenschaft/WEG

Anfangs wollte die Lüneburger Wohnungsbau-Gesellschaft (LüWoBau) für unser Projekt Mietwohnungen bauen. An einigen bereits geplanten Standorten konnte das Projekt nicht verwirklicht werden und die Mieten, die bei einem Neubau erzielt werden sollten, konnte und wollte die Gruppe nicht zahlen.

Nach intensiven Diskussionen, welche Rechtsform für unsere Gruppe die beste ist, haben wir uns für das Genossenschaftsmodell entschieden:

  • Die traditionellen Prinzipien Demokratie, Selbsthilfe, Selbstbestimmung und Solidargemeinschaft fanden wir gut.
  • Auch zu unseren Zielen passte sie, denn wir strebten ja von Anfang an eine „Lebendige Nachbarschaft“, „soziale Mischung“ „Selbstbestimmung“, „Selbstverwaltung“ „Haftungsbeschränkung“ und ein „hohes Maß an Rechtssicherheit“ an.
  • Wir wollten Spekulation ausschließen.

Das von uns gewünschte reine Genossenschaftsmodell konnten wir nicht verwirklichen. Den Banken war das Risiko mit einer jungen Genossenschaft ohne großes Kapital zu groß und eine Förderung des Landes Niedersachsen gab es nicht. Im Laufe der Entwicklung konnten sich einige auch Eigentumswohnungen vorstellen, besonders im Hinblick auf Altersvorsorge.

Die Lösung für unsere Probleme mit dem reinen Genossenschaftsmodell war ein „Mischmodell“. 2012 haben wir eine Genossenschaft gegründet und mit dieser das Grundstück von der Lüneburger Wohnungsbaugesellschaft gekauft. Die Wohnungen wurden dann im Eigentum auf der Grundlage eines Erbbaurechts gebaut. So bleibt Grund und Boden in der Hand der Genossenschaft.