Kategorie-Archiv: Häufige Fragen

Kinderstimmen

Zirkus

Die Kinder bei LeNa haben ganz selbstständig einen Zirkus einstudiert.

Bela: „Beim Zirkus haben Wito und Bela etwas mit Tess aufgeführt. Wito hat Fleisch versteckt und wenn er Tess angestupst hat, hat er es hoch gehoben. Und Béla hat Tess geführt. Übrigens: Tess ist ein Hund!“

Béla: „Wir – Béla, Lina und Wito – haben auch etwas aufgeführt:
Wir hatten eine Nuss, haben sie versteckt – zuerst unter dem Arm, dann zwischen den Beinen und am Schluss aufgegessen!
Übrigens: Der Direktor hat die Nuss gesucht! Und wir haben um einen Euro gewettet, ob er es schafft!“

Musik

Béla: „Alle großen Schulkinder bei LeNa spielen ein Instrument, z.B. Wito spielt Trompete, Louis Klavier, Marto E-Gitarre, Béla Schlagzeug, Ida Geige, Lina Flöte, Levke Euphonium, Saitenspiel.  Ab und zu geben die Kinder ganz allein ein Konzert!“

Wito: „Marto ist der totale Technik-Freak! Marto managt bei uns die Technik, z.B. wählt er die Beleuchtung und die Musik aus. Er hat immer einen Plan für die Technik und ist gerade mal 10 Jahre alt!“

Kinderrat

Wito: „Der Kinderrat ist ein Projekt, bei dem wir Probleme und Wünsche besprechen.
Wir klären Streite und haben einen Kinderratbriefkasten, in den wir Wünsche und  Probleme aufschreiben und rein werfen können. Leider gibt es den Kinderrat nicht so oft, deswegen gibt es noch ein paar ungeklärte Probleme:
z.B. wo wir Fußball spielen dürfen.“

Spielen ist toll!

Levke: „Wir haben (mit Hilfe von den Erwachsenen) ein Baumhaus gebaut, es hat 2 Stockwerke und steht auf Stelzen.

Am liebsten fahren wir mit dem Rad, Roller, Laufrad, Einrad oder Inlinern um Haus 2, manchmal malen wir uns auch mit Kreide Straßen auf das Pflaster.

Im Sommer spielen wir in der Sandkiste, manchmal bauen wir uns in der Sandkiste einen (Eis-)Laden!“

LeNa nun im dritten Jahr

Die Bauthemen treten immer mehr in den Hintergrund und die inhaltliche Gestaltung unseres Zusammenlebens gewinnt wieder mehr an Raum.

Wir sind selbst erstaunt und hocherfreut, wie gut die gemeinschaftlichen Aktivitäten klappen!

Im Gemeinschaftsgarten wird weiterhin geplant und tüchtig gearbeitet. Sträucher wurden gepflanzt und Staudenbeete angelegt.  An immer wiederkehrenden Gartentagen in verschiedenen Jahreszeiten beteiligen sich viele LeNas, zusätzlich gibt es bei uns „Gartenexperten“, die mit Liebe und Einsatz das ganze Jahr tätig sind. Leider hat der letzte Herbststurm die wunderbare große Buche im Zentrum unseres Grundstückes so stark beschädigt, dass sie gefällt werden musste. Nun überlegen wir gemeinsam: Wie soll es zukünftig bei LeNa aussehen?

Abschied von unserer Buche, die leider nach Sturmschaden gefällt werden musste.

Die Kinder buddeln eifrig in ihren Sandflächen, ihr Baumhaus ist fertig, auf dem großen Trampolin ist für Bewegung gesorgt. Für alle, die auch einmal ruhiger entspannen möchten, wird gerade ein „Gartenraum der Ruhe“ geplant. Die Außenlampen sind in Eigenarbeit aufgestellt und leuchten nach und nach. Die Briefkasten- und Klingelanlage – selbst gebaut mit Stampfbeton – hat nun ein Glasdach bekommen, eine Bank lädt  zum Klönen ein. Die Müllbehälter benötigen noch dringend eine Eingrenzung. Es gibt also noch immer viel zu tun für gemeinschaftliche Arbeiten!

Das Baumhaus entsteht.

Die Car-Sharing-Station auf unserem Gelände wird gut angenommen und ist Teil unseres Mobilitätskonzeptes: wir wollen möglichst wenige PKWs nutzen.

Der kleine Food-Coop -Laden im Keller hat vieles zu bieten, zum Beispiel sehr leckeren Honig von unserem Imker Stefan.

Und sonst?

Und nun bauen wir auch weiter an unserem „Inneren Haus“!
Die gegenseitige Unterstützung funktioniert  gut  und unkompliziert – nicht nur bei Krankheit und Kinderbetreuung. Alle schätzen lebendige Kontakte auf kurzem Weg, spielende Kinder rund ums Haus, Kommunikation und Natur.

Unser Gemeinschaftsraum – so wichtig für Wohnprojekte! – ist unverzichtbar für unsere vielfältigen Aktivitäten.
Auf mehreren Ebenen findet – drinnen und draußen – vieles statt:

Soziale Aktivitäten machen uns Spaß

  • Tag der offenen Tür
  • Sommerfest
  • Kleidertausch
  • Kanu fahren
  • Flohmarkt
  • Kinderzirkus
  • Kochen und Backen mit Kindern
  • Besuch von Schulklassen u. Kitagruppen
  • Gemeinsames Kochen(Running Dinner)
  • Spiele-Abende
  • Advents- u. Silvesterfeier
  • viele private Feiern
Nachbarschaftsflohmarkt 2017

Kulturelle Veranstaltungen genießen wir

  • Lesungen (Hannelore Hooger, Walter Sittler waren bei uns)
  • LeNa liest – Wir stellen unsere Lieblingsbücher vor
  • LeNa –Kino – Wir zeigen unsere Lieblingsfilme
  • Chor-Wochenenden mit der „Singenden Baustelle“ (2x jährlich, entstanden schon in der Bauphase)
  • Regelmäßige Singabende
  • Yoga und Qigong- Angebote
  • Verschiedene kleine Benefizkonzerte u.a. Aeham Ahmad, syrischer Pianist)
Sommerfest mit Barbara, String and Voices

Gesellschaftspolitisches Engagement ist uns wichtig

  • Mitwirkung bei der Bürgerbeteiligung (Baugebiet Wienebütteler Weg)
  • Beteiligung an der Lüneburger Wandelwoche
  • Kooperation mit dem WirGarten
  • Mitarbeit in der Flüchtlingshilfe
  • Aktive Unterstützung von weiteren Wohnprojektgruppen

 

Bei vielen Aktivitäten öffnen wir unsere Türen auch für die umliegende Nachbarschaft und freuen uns über das freundliche Miteinander!

Selbstverwaltung

Bei LeNa wohnen Menschen unterschiedlichen Alters mit vielen verschiedenen Fähigkeiten und Kompetenzen – Vielfalt wünschen wir uns!

Das gemeinschaftliche Leben orientiert sich an den Bedürfnissen von Groß und Klein – in regelmäßigen Zusammenkünften werden organisatorische Fragen geklärt und Grundsätze des „Miteinander Lebens“ besprochen.

All das geschieht in wertschätzender Weise – unterschiedliche Meinungen und Konflikte gehören für uns  zum Zusammenleben und werden als konstruktiv erlebt.

Beschlüsse fassen wir nach dem Konsensprinzip: im Vorfeld einer Abstimmung werden sorgfältig Vorschläge erarbeitet und dem Plenum vorgestellt.

Bei einem möglichen Veto wird erneut beraten und nach einer Lösung gesucht – verschiedene Moderationsmethoden helfen uns, in positiver Gesprächsatmosphäre zu tragfähigen Entscheidungen zu kommen, mit denen jede/r dann gut leben kann.

Bei LeNa fallen selbstverständlich viele Aufgaben an – wir haben entschieden, diese weitgehend selbstorganisiert zu erledigen – jede/r bringt sich nach seinen Möglichkeiten freiwillig in die Gemeinschaft ein, Aufgaben werden nicht zugewiesen.

In verschiedenen Arbeitsgruppen sind alle vielfältig aktiv: u.a. bei der Haus-, Hof- und Gartenarbeit, in der Food-Coop, bei der Moderation und Protokollführung in den Sitzungen und in der Öffentlichkeitsarbeit.

Der Bau

Unser Ziel möglichst ökologisch zu bauen, konnten wir nur teilweise umsetzen. Wir haben ein sogenanntes KfW 55-Haus gebaut. Das bedeutet, dass der gesamte Heizenergiebedarf nur 55% des Mindest-Neubau-Standards beträgt. Leider mussten wir auf ökologische Baustoffe oder Baustoffe aus nachwachsenden Rohstoffen weitgehend verzichten, da wir die Baukosten und Instandhaltungskosten in einem für alle LeNas erschwinglichen Rahmen halten wollten.

Außerdem müssen im Gegensatz zu Einfamilienhäusern bei einem so großen Bauprojekt auch viel mehr statische, brand- und schallschutztechnische Vorgaben und die Barrierefreiheit erfüllt werden. Das schränkt die Auswahl der Baustoffe an vielen Stellen ein.

Wir haben aber versucht, in „kleinen Dingen“ ökologische Materialien zu verwenden: keine Dispersionsfarben, sondern Silikatfarben, kein Gipsputz, sondern Kalkzementputz, Zellulose und Holzwolle als Dämmmaterialien im Staffelgeschoss, Holzparkett im Standard, eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung.

Leider konnten wir Eigenleistungen nur in sehr begrenztem Umfang erbringen. Zum einen durften Eigenleistungen den Bauablauf nicht stören, der bei der Größe unseres Bauprojektes schon kompliziert genug war. Zum anderen ist auch eine Gewährleistungsfrage: die Behebung der Schäden bei Eigenleistungen, die sich nicht nur auf die eigene Wohnung beziehen, sind dann nicht mehr über die Baufirmen abgedeckt.

Erst nachdem die Wohnungen technisch abgenommen waren, haben einige von uns selbst Hand angelegt. Ein paar haben gemalert, eine hat den Fußboden selbst verlegt und jemand hat die Innentüren selbst eingebaut.

Schon beim Betrachten und erst Recht beim Betreten der beiden großen Häuser fallen die breiten Laubengänge auf. Sie sind breiter als notwendig und dafür haben wir uns sehr bewusst entschieden. Die Laubengänge gehörten von Anfang an zum Planungskonzept. Die Gruppe hat sie immer als zusätzlichen Raum für Begegnung und Kommunikation gesehen und deswegen sollten sie auch nicht eng und schmal sein. Darüber hinaus wäre die Erstellung von geschlossenen und zu beheizenden Wohnungszugängen nicht nur im Bau, sondern auch im Betrieb viel teurer geworden. Das gleiche gilt für die offenen Treppenhäuser.

Ein weiteres Detail, das beim Betrachten auffällt, ist der viele sichtbare Beton. Die Entscheidung dafür fiel teils aus Kostengründen – wir haben uns immer eher für größere Gemeinschaftsflächen entschieden als für teure Baustoffe – teils aber auch wegen der Bauordnung. Wir hätten gern offene Geländer in den Laubengängen gehabt, diese wurden aber aus Brandschutzgründen nicht genehmigt. Die andere genehmigungsfähige Variante wäre die Verwendung von Sicherheitsglas gewesen, das für eine größere Leichtigkeit gesorgt hätte, aber viel zu teuer geworden wäre. Leider hat in diesem Punkt die niedersächsische Bauordnung– im Gegensatz zu den Hamburger Bedingungen – keine „feineren“ Lösungen zugelassen.

Ein weiterer ökologischer Aspekt ist unsere Heizung. Den größten Teil der Wärme, den wir für unsere Gebäude benötigen, liefert unser Blockheizkraftwerk. Daneben versorgt es uns auch mit einen kleinen Teil des benötigten Stroms. Immer, wenn das Blockheizkraftwerk nicht mehr ausreicht, springt ein Gas-Brennwert-Kessel an und liefert den Rest Energie.
In Zukunft wollen wir aber stärker Sonnenenergie nutzen und planen schon Solar-Thermie und Photovoltaik nachzurüsten. Die baulich nötigen Voraussetzungen sind vorhanden und auch die Finanzierung ist auf einem guten Weg.

Wie wurde LeNa finanziert?

Die Herstellungskosten für die drei Gebäude haben die Bewohner*innen mit Eigenkapital, Hypothekendarlehen und Krediten der KfW-Bank finanziert

Die von uns gegründete Wohnungsgenossenschaft LeNa eG hat das Grundstück von 7700 qm erworben. Der Kaufpreis wurde je zur Hälfte durch Genossenschaftsanteile der Bewohner*innen und durch Privatdarlehen befreundeter Unterstützer*innen finanziert.

Die LeNa eG hat an die Wohnungseigentümer*innen ein Erbbaurecht verkauft und sich ein Wiederkaufsrecht im Grundbuch gesichert.

Durch den Kauf soll eine Spekulation mit Grund und Boden verhindert werden.

Das LeNa –Selbstverständnis oder „was uns wichtig ist“ (Stand: September 2017)

Als Grundlage für die Weiterentwicklung unserer Gemeinschaftlichkeit haben wir in einem intensiven Austausch die folgenden Punkte festhalten können:

  1. LeNa ist generationsübergreifend. Wir wollen die Generationen zusammenführen, miteinander achtsam und solidarisch leben.
  2. Wir wollen selbstbestimmt unser Zusammenleben organisieren.
  3. Wir versichern uns, aufmerksam füreinander da zu sein und uns gegenseitig Hilfe sowie Schutz und Trost in schwierigen Lebenslagen zu geben.
  4. Uns verbindet der Wunsch, in einer verbindlichen, verlässlichen Nachbarschaft zu leben.
  5. Gegenseitige Hilfe und Unterstützung geschieht freiwillig und ohne Zwang. Sie wird auf viele Schultern verteilt, niemand soll überfordert werden.
  6. Wir beachten die Balance von Nähe und Distanz sowie von Individualität und Gemeinschaftlichkeit.
  7. Konflikte klären wir konstruktiv mit Wertschätzung und im gegenseitigen Respekt, ggf. mit Hilfestellungen.
  8. Die die Gemeinschaft betreffenden Entscheidungen treffen wir im Konsens.
  9. Unterschiedlichkeit, unterschiedliche Weltanschauungen, Lebensweisen und Erfahrungen sehen wir als Stärke für ein lebendiges Miteinander.
  10. Geselligkeit, Veranstaltungen, kulturelle und soziale Aktivitäten auch mit der Nachbarschaft und im Stadtteil sind uns wichtig.
  11. Wir wollen ökologisch und sozial nachhaltig leben und setzen uns ein für eine gerechtere Welt im Großen und Kleinen – ökologisch – politisch – sozial – kulturell.
  12. Wir tragen dazu bei, dass der Wohnprojektgedanke als Zukunftsmodell weiterhin in Lüneburg und Umgebung Früchte trägt.
  13. Wir wollen die Genossenschaft stärken, damit langfristig auch Menschen ohne Eigenkapital im Projekt wohnen können.
  14. LeNa ist dynamisch, das Projekt entwickelt und verändert sich mit den Menschen und ihren Bedürfnissen.
  15. Kinder sind ein wichtiger Teil unseres Zusammenlebens. Sie wachsen auf in annehmender, wärmender und begleitender Nachbarschaft. Ihre Grenzen werden geachtet und respektiert. Die Kinder lernen, die Grenzen anderer zu respektieren.
  16. Im Alter und bei individuellen Krisen wollen wir so lange wie möglich selbstbestimmt und aufgehoben im Projekt wohnen und variable Wohnkonzepte entwickeln.

Die LeNa-Genossenschaft/WEG

Anfangs wollte die Lüneburger Wohnungsbau-Gesellschaft (LüWoBau) für unser Projekt Mietwohnungen bauen. An einigen bereits geplanten Standorten konnte das Projekt nicht verwirklicht werden und die Mieten, die bei einem Neubau erzielt werden sollten, konnte und wollte die Gruppe nicht zahlen.

Nach intensiven Diskussionen, welche Rechtsform für unsere Gruppe die beste ist, haben wir uns für das Genossenschaftsmodell entschieden:

  • Die traditionellen Prinzipien Demokratie, Selbsthilfe, Selbstbestimmung und Solidargemeinschaft fanden wir gut.
  • Auch zu unseren Zielen passte sie, denn wir strebten ja von Anfang an eine „Lebendige Nachbarschaft“, „soziale Mischung“ „Selbstbestimmung“, „Selbstverwaltung“ „Haftungsbeschränkung“ und ein „hohes Maß an Rechtssicherheit“ an.
  • Wir wollten Spekulation ausschließen.

Das von uns gewünschte reine Genossenschaftsmodell konnten wir nicht verwirklichen. Den Banken war das Risiko mit einer jungen Genossenschaft ohne großes Kapital zu groß und eine Förderung des Landes Niedersachsen gab es nicht. Im Laufe der Entwicklung konnten sich einige auch Eigentumswohnungen vorstellen, besonders im Hinblick auf Altersvorsorge.

Die Lösung für unsere Probleme mit dem reinen Genossenschaftsmodell war ein „Mischmodell“. 2012 haben wir eine Genossenschaft gegründet und mit dieser das Grundstück von der Lüneburger Wohnungsbaugesellschaft gekauft. Die Wohnungen wurden dann im Eigentum auf der Grundlage eines Erbbaurechts gebaut. So bleibt Grund und Boden in der Hand der Genossenschaft.

Häufige Fragen

Konzept

Was ist euer Selbstverständnis?

Was sind Eure Visionen? Welche habt ihr schon verwirklicht?

Was heißt für Euch “Mehrgenerationen Wohnen”?

 

Rechtsform 

Warum seid ihr eine Genossenschaft?

Wieso sind  die Wohnungen als Privateigentum gebaut?

 

 

Finanzen

Wie habt ihr das Projekt finanziert?

Braucht ihr noch finanzielle Unterstützung?

 

Selbstverwaltung

Wie funktioniert Eure Selbstverwaltung?

Warum gibt es bei Euch Arbeitsgruppen?

Wie entscheidet ihr über eure Belange?

 

Kinderstimmen

Was ich gut und schlecht bei LeNa finde!

Was wünsche ich mir / was soll sich ändern?

 

Wohnen

Warum habt ihr soviel Beton?

Steht ihr auf Laubengänge?

Sind Eure Wohnungen nicht sehr dunkel?

 

Entstehung

Wie habt Ihr Euch gefunden?

Was waren Schwierigkeiten? Welche Probleme musten gemeistert werden?

Chronik

 

Besucherstimmen

 

Entwicklung

Was habt Ihr vor?