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Das LeNa –Selbstverständnis oder „was uns wichtig ist“ (Stand: September 2017)

Als Grundlage für die Weiterentwicklung unserer Gemeinschaftlichkeit haben wir in einem intensiven Austausch die folgenden Punkte festhalten können:

  1. LeNa ist generationsübergreifend. Wir wollen die Generationen zusammenführen, miteinander achtsam und solidarisch leben.
  2. Wir wollen selbstbestimmt unser Zusammenleben organisieren.
  3. Wir versichern uns, aufmerksam füreinander da zu sein und uns gegenseitig Hilfe sowie Schutz und Trost in schwierigen Lebenslagen zu geben.
  4. Uns verbindet der Wunsch, in einer verbindlichen, verlässlichen Nachbarschaft zu leben.
  5. Gegenseitige Hilfe und Unterstützung geschieht freiwillig und ohne Zwang. Sie wird auf viele Schultern verteilt, niemand soll überfordert werden.
  6. Wir beachten die Balance von Nähe und Distanz sowie von Individualität und Gemeinschaftlichkeit.
  7. Konflikte klären wir konstruktiv mit Wertschätzung und im gegenseitigen Respekt, ggf. mit Hilfestellungen.
  8. Die die Gemeinschaft betreffenden Entscheidungen treffen wir im Konsens.
  9. Unterschiedlichkeit, unterschiedliche Weltanschauungen, Lebensweisen und Erfahrungen sehen wir als Stärke für ein lebendiges Miteinander.
  10. Geselligkeit, Veranstaltungen, kulturelle und soziale Aktivitäten auch mit der Nachbarschaft und im Stadtteil sind uns wichtig.
  11. Wir wollen ökologisch und sozial nachhaltig leben und setzen uns ein für eine gerechtere Welt im Großen und Kleinen – ökologisch – politisch – sozial – kulturell.
  12. Wir tragen dazu bei, dass der Wohnprojektgedanke als Zukunftsmodell weiterhin in Lüneburg und Umgebung Früchte trägt.
  13. Wir wollen die Genossenschaft stärken, damit langfristig auch Menschen ohne Eigenkapital im Projekt wohnen können.
  14. LeNa ist dynamisch, das Projekt entwickelt und verändert sich mit den Menschen und ihren Bedürfnissen.
  15. Kinder sind ein wichtiger Teil unseres Zusammenlebens. Sie wachsen auf in annehmender, wärmender und begleitender Nachbarschaft. Ihre Grenzen werden geachtet und respektiert. Die Kinder lernen, die Grenzen anderer zu respektieren.
  16. Im Alter und bei individuellen Krisen wollen wir so lange wie möglich selbstbestimmt und aufgehoben im Projekt wohnen und variable Wohnkonzepte entwickeln.

Abschied von unserer großen Buche

Anfang Oktober 2017 hat der Sturm unsere alte Buche beschädigt. Sie war der Mittelpunkt des Grundstücks und unserer Gemeinschaft. Nach langer Diskussion haben wir beschlossen, sie zu fällen. Der Abschied ist uns sehr schwer gefallen, die Umgestaltung der freien Fläche.

Nachbarschaftscafé

LeNa ist sehr daran interessiert, ein aktives Miteinander mit der umliegenden Nachbarschaft zu gestalten. Zur Zeit laden wir in unregelmäßigen Abständen unsere Nachbarn ein zu verschiedenen Veranstaltungen (u.a. kleine Konzerte im Gemeinschaftsraum, Chorsingen, Flohmarkt, Kleidertausch, gemeinsames Kochen, Laterne laufen). 2016 lebten Geflüchtete in einer benachbarten Unterkunft – durch unser regelmäßiges Nachbarschaftscafé entstanden intensive Begegnungen.

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6.8.2016. Tag der Offenen Tür!

 

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Am Samstag, dem 06.08.2016,  laden wir ein zum Tag der Offenen Tür in der Zeit von 11:00 bis 16:00 Uhr.

Alle, die das LeNa-Wohnprojekt schon lange einmal näher kennenlernen wollten, sind herzlich willkommen! Es gibt  Führungen über das Gelände, in die Gemeinschaftsräume und es öffnen sich einzelne Wohnungen. Vorbereitet hat LeNa ein kleines Buffet , ein Kinderprogramm und Spiele für Jung und Alt.

 

 

 

 

Chronik 2003 – 2004

2003
Die Info-Veranstaltung der LüWoBau und des „Forum für gemeinschaftliches Wohnen“ (FGW e.V.) im September 2003 mit dem Motto “MEHR LEBEN FÜR DIE ZUKUNFT“ ist der Beginn unserer Wohnprojekt-Gruppe.

2004
Nach einer Workshop-Reihe zu Wohnprojekten gründen ca. 30 Menschen den Verein „Mehr Leben – Wohnprojekte Lüneburg e.V.“ als Dach für den Wohnprojekt-Gedanken in Lüneburg. Eine stabile Kerngruppe entsteht, die von Anfang an die Generationen zusammenführen möchte. Zunächst geht es den Mitgliedern um die Gruppenbildung, den Gruppenprozess, das Kennenlernen, regelmäßige Treffen, Konzeptentwicklung, Rechtsform etc.. Wichtig sind uns: Die gegenseitige Achtung und Toleranz – ein lebendiges Miteinander bei gleichzeitiger Eigenständigkeit und Individualität – verantwortliches, soziales Miteinander in verbindlicher Nachbarschaft und das Miteinander d2005_Zeitungsartikel1.jpg_kleiner Generationen.

Im Sommer 2004 bildet sich eine Gruppe von zunächst 10 Parteien, um zusammen mit der LüWoBau auf dem Grundstück „Panningsgrund“ das erste generationsübergreifende Wohnprojekt zu realisieren.

Regelmäßig – und bis heute –  gibt es den Stammtisch des Vereins „Mehr Leben Wohnprojekte Lüneburg e.V“ sowie eine jährliche Herausgabe eines Newsletters.

Chronik 2005 – 2007

2005 / 2006 / 2007
Nach intensiver Planung mit mehreren interessanten Architektenentwürfen müssen wir von diesem Vorhaben Abschied nehmen. Das Grundstück soll als Ausgleichsfläche für den Kindergarten und das städtische Krankenhaus zur Verfügung stehen.

Die Gruppe lässt sich nicht entmutigen, die Suche beginnt von neuem. Bei gemeinsamen Stadtgängen werden Objekte und Grundstücke geprüft. Es finden Gespräche mit Architekten und Immobilienfirmen statt.

Im März 2007 sind wir Mitveranstalter des vom FGW ausgerichteten 4. Wohnprojektetages Niedersachsen/Bremen in der der Uni Lüneburg mit dem Thema „Zukunft gestalten – in Gemeinschaft besser wohnen und leben“.2007_Trebel_DSCF0882.jpg_klein

Das erste Wochenende der Kerngruppe findet 2007 in Trebel statt. Außer gutem Essen sind die Themen: Quotierung, Finanzen, Ökologie, Entscheidungsstrukturen.

Chronik 2008 – 2010

2008
In der Jahresmitte entwickelt sich eine hoffnungsvolle Perspektive: Ein Teil des Anna-Vogeley-Seniorenzentrums könnte für uns umgebaut werden zu einem generationsübergreifenden Wohnprojekt.

Weitere jüngere Menschen und Familien mit Kindern schließen sich der bestehenden Gruppe an — wir erarbeiten gemeinsam ein tragfähiges Konzept.

2009 / 20102009_Pisselberg_DSCF1950.jpg_klein
Ein Wochenende im Januar 2009 in Pisselberg gehört wieder der gesamten Gruppe mit den Themen: „Erwartungen und Befürchtungen, gemeinschaftliches Wohnen, Jung und Alt, Haltungen, Erfahrungen usw.“ – 2010 geht es für drei Tage nach Boltenhagen: Essen, Arbeiten, Strand usw.

Nach intensiven Diskussionen wird die Entscheidungsfindung im Konsens beschlossen.

In dieser Planungsphase erhält die Gruppe endlich die Zusage der LüWoBau für den Umbau des Westflügels des Anna-Vogeley-Seniorenzentrums zu einem Wohnprojekt mit Mietwohnungen. Doch mitten in umfangreichen Umbauplanungen verhindern europarechtliche Ausschreibungsnotwendigkeiten die zeitnahe Nutzung als Wohnprojekt.

Chronik 2011

2011
Die Gruppe orientiert sich neu und gibt sich den Namen LeNa – Leb2011_Geno-Gruendung.jpg_kleinendige Nachbarschaft. In dieser Zeit finden viele gruppeninterne Diskussionen zu unterschiedlichen Rechtsformen statt: Bauen mit einem Investor, Genossenschaft, Verein, Mietshäuser-Syndikat, GmbH usw.
Favorisiert wird die Gründung einer Genossenschaft.

Nachdem wir für das Grundstück am Brockwinkler Weg großes Interesse bekundet haben, beschließt der Aufsichtsrat der LüWoBau nach vielen Verhandlungen, LeNa das 7700 m² große Grundstück zum Kauf anzubieten.

LeNa beauftragt nun die planW Organisations- und Projektentwicklungsgesellschaft mit der Projektbegleitung, gründet eine Planungs-GbR sowie die LeNa eG iG – Wohnungsgenossenschaft für lebendige Nachbarschaft. Die Lüneburger Architektengemeinschaft Hargus / Paskopulos wird mit der Entwurfsplanung betraut.

Wegen der Größe des Grundstückes wird nun auch das Projekt erweitert, statt der bisher 20 bis 25 Parteien sollen jetzt 36 Wohnungen gebaut werden.

Im September 2011 wird in Tüschau mit insgesamt 33 Personen geplant. Die Architekten stellen ihre Entwürfe vor.

Chronik 2012

2012
Nachdem klar wird, dass eine neue, junge Genossenschaft von den Banken nicht finanziert werden wird und es zudem im Land Niedersachsen keine spezielle Förderung gibt, entscheidet LeNa sich für ein Mischmodell, d.h. Eigentümerin von Grund und Boden soll die bereits gegründete Wohnungsgenossenschaft werden, Lageplan-LeNa_14.12.2012um das Grundstück der Spekulation zu entziehen und den sozialen Gedanken des Projektes zu unterstreichen. Die Wohnungen werden im Eigentum erstellt.

Die Ausführungsplanung übernimmt das Architekturbüro Meyer-Steffens aus Lübeck.

Im November 2012 kauft die LeNa eG das Grundstück am Brockwinkler Weg von der LüWoBau.

Im Mai findet eine Veranstaltung zu genossenschaftlichen, generationsübergreifenden Wohnprojekten statt „Was der Einzelne nicht vermag, das vermögen viele“.

Chronik 2013 – 2014

2013
Gelungen ist uns, die Generationen zu verbinden. Eine gute Mischung von Jung und Alt wird das Wohnprojekt mit Leben füllen.2013_Lomitz_Garten.jpg_klein
Erarbeitet wird der Gesellschaftsvertrag der Baugemeinschaft „LeNa GbR“, der die Planungsgemeinschaft ablöst. Die Baugenehmigung ist erteilt.

Und wieder ein Wochenende im Wendland in Lomitz. „Kennenlernen“ „Steckbriefe“, „Haltungsbarometer“, Spiel + Spaß.

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Die Finanzierung durch die Sparkasse zu Lübeck ist für alle gewährleistet.
Mit dem Bau wird begonnen! Bauschildfest, Heckenpflanzaktion, Symbolischer Spatenstich, Grundsteinlegung, Richtfest – alles in diesem Jahr. Alle 36 Wohnungen sind vergeben.

Chronik 2015

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Anfang 2015 ist der Rohbau abgeschlossen, mit dem Innenausbau wird begonnen. Dann im Sommer endlich der Einzug der ersten Bewohner_innen. Bis zum Herbst dauert es, bis auch die letzte Wohnung bezogen ist und teils weit entfernt die bisherigen Zelte abgebrochen sind.

Vielfältige Gruppenaktivitäten
in der langen Planungs- und Bauphase
In der langen Planungs- und Bauphase gab es vielfältige Gruppenaktivitäten, unzählige

mehr leben Veranstaltung m Glockenhaus 2015
Mehr Leben – Veranstaltung im Glockenhaus 2015l

lebendige, effektive, überraschende, beschlussfähige, wunderbare (und immer auch lukullisch großartige) Arbeitstreffen. Gemeinsame Wochenenden mit Groß und Klein (Arbeit & Spaß). Durchführung und Teilnahme von Veranstaltungen, Exkursionen zu Wohnprojekten in Hamburg, Hannover, Oldenburg, Lübeck usw., Info-Cafes, Freizeitaktivitäten: Picknick, Wanderungen, Radtouren, Draisinenfahrt, Adventsfeiern, die „Singende Baustelle“ usw..

Die LeNa-Genossenschaft/WEG

Anfangs wollte die Lüneburger Wohnungsbau-Gesellschaft (LüWoBau) für unser Projekt Mietwohnungen bauen. An einigen bereits geplanten Standorten konnte das Projekt nicht verwirklicht werden und die Mieten, die bei einem Neubau erzielt werden sollten, konnte und wollte die Gruppe nicht zahlen.

Nach intensiven Diskussionen, welche Rechtsform für unsere Gruppe die beste ist, haben wir uns für das Genossenschaftsmodell entschieden:

  • Die traditionellen Prinzipien Demokratie, Selbsthilfe, Selbstbestimmung und Solidargemeinschaft fanden wir gut.
  • Auch zu unseren Zielen passte sie, denn wir strebten ja von Anfang an eine „Lebendige Nachbarschaft“, „soziale Mischung“ „Selbstbestimmung“, „Selbstverwaltung“ „Haftungsbeschränkung“ und ein „hohes Maß an Rechtssicherheit“ an.
  • Wir wollten Spekulation ausschließen.

Das von uns gewünschte reine Genossenschaftsmodell konnten wir nicht verwirklichen. Den Banken war das Risiko mit einer jungen Genossenschaft ohne großes Kapital zu groß und eine Förderung des Landes Niedersachsen gab es nicht. Im Laufe der Entwicklung konnten sich einige auch Eigentumswohnungen vorstellen, besonders im Hinblick auf Altersvorsorge.

Die Lösung für unsere Probleme mit dem reinen Genossenschaftsmodell war ein „Mischmodell“. 2012 haben wir eine Genossenschaft gegründet und mit dieser das Grundstück von der Lüneburger Wohnungsbaugesellschaft gekauft. Die Wohnungen wurden dann im Eigentum auf der Grundlage eines Erbbaurechts gebaut. So bleibt Grund und Boden in der Hand der Genossenschaft.

Häufige Fragen

Konzept

Was ist euer Selbstverständnis?

Was sind Eure Visionen? Welche habt ihr schon verwirklicht?

Was heißt für Euch “Mehrgenerationen Wohnen”?

 

Rechtsform 

Warum seid ihr eine Genossenschaft?

Wieso sind  die Wohnungen als Privateigentum gebaut?

 

 

Finanzen

Wie habt ihr das Projekt finanziert?

Braucht ihr noch finanzielle Unterstützung?

 

Selbstverwaltung

Wie funktioniert Eure Selbstverwaltung?

Warum gibt es bei Euch Arbeitsgruppen?

Wie entscheidet ihr über eure Belange?

 

Kinderstimmen

Was ich gut und schlecht bei LeNa finde!

Was wünsche ich mir / was soll sich ändern?

 

Wohnen

Warum habt ihr soviel Beton?

Steht ihr auf Laubengänge?

Sind Eure Wohnungen nicht sehr dunkel?

 

Entstehung

Wie habt Ihr Euch gefunden?

Was waren Schwierigkeiten? Welche Probleme musten gemeistert werden?

Chronik

 

Besucherstimmen

 

Entwicklung

Was habt Ihr vor?